Freitag, 28. März 2008

JPC - A new life - Part 1

Dann wollen wir doch mal gleich brav das Fanfic posten anfangen. *lach. Ist ja schießlich der Grund, warum ich hier bin. Meine erste ist eine über JPC aus Hollyoaks. Das ganze fängt bei der Flughafenszene an und ist irgendwie meine ganz eigene Interpretation, was da hätte passieren müssen. Wer die besagte Szene nicht kennt:


A new life - Part 1

Langsam drehte sich Craig vom Check Inn Schalter weg. Er hatte nicht mal eine Ahnung, wie er hierhin geraten war oder gar, wie er das Einchecken hinter sich gebracht hatte. Und auch jetzt taten seine Füße automatisch das Notwendige. Immer einen Schritt von den nächsten. Und jeder Schritt brachte ihn nur weiter vom ihm weg. Aber nein, nur nicht daran denken. Plötzlich konnte er die Rolltreppe unter sich spüren, das geriffelte Blech, das ihn langsam in die Höhe zog. Er seufzte schwer und schloss die Augen. Und da war er. Der Mann mit den blausten Augen der Welt, der Mann, dessen Lachen ihn in seinen Grundfesten erschüttern konnte und der Mann, der sein Leben komplett und für immer verändert hatte. Er konnte sein Gesicht vor ihm sehen. So genau, als wenn er vor ihm stehen würde. Und er konnte wieder die Tränen sehen. „Ich verdiene mehr.“ Wie ein Messer fuhr ihm der Schmerz in die Brust, so dass ihm die Luft wegblieb. Er öffnete die Augen und schnappte verzweifelt nach Luft. Nein, so durfte das nicht enden. So konnte er ihn nicht gehen lassen. Er liebte diesen Mann, er liebte John Paul McQueen und er würde alles versuchen, um ihn nicht aus seinem Leben verschwinden zu lassen. Abrupt drehte er sich um und rannte die Rolltreppe wieder hinunter. Die Passanten, die er dabei anrempelte und schubste, bemerkte er nicht. Er musste zu ihm. Jetzt. Sofort. Es war ihm egal, dass er seinen Flug in seine neue Heimat verpassen würde. Es war ihm egal, dass sein gesamtes Hab und Gut grade auf dem Weg nach Dublin war. Es war alles egal. Es zählte nur noch John Paul. John Paul und seine Liebe zu ihm.


Wieder schaute er in den Himmel. Ein weiteres Flugzeug schwebte über seinem Kopf seinem Bestimmungsort entgegen. Ob eine dieser Maschinen wohl nach Dublin flog? John Paul seufzte schwer und schloss die Augen. Er hatte es nicht weit gebracht, nachdem er Craig in der Abflughalle stehen gelassen hatte. Grade mal bis vor das große Glasgebäude. Aber er hatte nicht weitergehen können. Warum, wusste er nicht so genau. Vielleicht weil er in der hintersten Ecke seines Herzens doch noch hoffte, dass Craig ihm nachlaufen würde. Ihn zurückhalten würde. Ihm sagen, dass er einen Fehler machte. Ihn küsste. Doch er wusste, dass dies nicht geschehen würde. Er kannte Craig. Das war nicht seine Art. Aber wieso stand er dann hier? Vielleicht weil er noch nicht den Gesichtern seiner Familie entgegentreten konnte? Den Gesichtern, die alle Mitleid zeigen würde, aber viel schlimmer, die den Ausdruck von „Wir haben es doch gewusst.“ nicht unterdrücken würden können. Nein, dafür war er noch nicht bereit. Noch nicht. Also stand er weiter vor dem Gebäude. Vielleicht war hier das ganze Geschehen auch noch unwahr. Wenn er diesen Flughafen verlassen würde, dann würden alle Geschehnisse der letzten Stunde unweigerlich wahr sein. Ja, er hatte Craig Dean verlassen. Die Liebe seines Lebens. Und warum? Wegen eines einzigen Kusses. John Paul wusste, dass es nicht nur der Kuss gewesen war. Er wusste, dass dies nur der letzte Funke gewesen war. Aber es war einfacher, alles auf diesen Kuss zu schieben. Einfacher? Vielleicht war es auch schmerzhafter. Aber John Paul war es egal. Er wollte leiden. Er musste den Schmerz fühlen. Denn dieser zeigte ihm wenigstens, dass er noch am Leben war. Aber was war das für ein Leben, wenn dieses Leben bedeutete, dass Craig Dean nicht mehr bei ihm war?


Ein plötzlicher Schubs gegen seine Schulter ließ John Paul aus seinen Gedanken aufschrecken. „Entschuldigen Sie. Ich hab Sie…“ Eine wohlbekannte Stimme ließ ihn erschauern. Ungläubig schaute er hoch. „Craig?“ Dieser starrte den Mann, den er so liebte, nur mit erschrockenem Gesicht an. „John Paul. Was..? Ich meine, wieso..?“ Craig hatte nicht mit einem so schnellen Wiedersehen gerechnet. Er hatte sich Worte zusammensuchen wollen. Vielleicht auf der Taxifahrt zurück nach Hollyoaks. Doch nun stand er vor ihm und bekam kein einziges über seine Lippen. John Paul fand als erstes seine Fassung wieder. „Warum sitzt du nicht in dem Flugzeug?“ Craig holte tief Luft und schloss die Augen. Mit dem restlichen Mut, den er noch besaß, antwortete er: „Weil ich etwas wichtiges vergessen habe.“

(PS. Ich kann im übrigen voller Stolz sagen, dass dies die erste deutschsprachige Fanfic zu den beiden Schnuckels ist. :-) )

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